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Schweizerischer Nationalfonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung

Titel der Studie: Evaluation einer Strategie zur Früherkennung der Rheumatoiden Arthritis

Sehr geehrte Teilnehmerin / Sehr geehrter Teilnehmer
Ein Mitglied Ihrer Familie leidet an einer Rheumatoiden Arthritis. Es handelt sich dabei um eine Autoimmunerkrankung, deren genaue Ursache unbekannt ist. Man weiss jedoch, dass gewisse erbliche Faktoren das Auftreten der Erkrankung begünstigen können. Im Vergleich zur normalen Bevölkerung haben erstgradig Verwandte (Geschwister, Eltern, Kinder) eines an Rheumatoider Arthritis erkrankten Menschen ein ca. 3-fach erhöhtes Risiko, die Krankheit ebenfalls zu entwickeln. Dieses Risiko kann bis ca. 8-fach erhöht sein, wenn mehrere Mitglieder der Familie von einer Rheumatoiden Arthritis betroffen sind. Das absolute Risiko beträgt zwischen 3 – 8% für Mitglieder einer Familie mit einem an Polyarthritis erkrankten Individuum. Es ist heute möglich, das Risiko eines Individuums, diese Krankheit zu entwickeln, genauer einzuschätzen mit Hilfe von genetischen und serologischen Markern.
Das Ziel dieser Studie ist es, die Nützlichkeit von bestimmten genetischen und nicht-genetischen Markern zu bestimmen, das Risiko eines Individuums, eine Rheumatoide Arthritis zu entwickeln, vorherzusagen.
Wenn Sie einverstanden sind an dieser Studie teilzunehmen, bitten wir Sie einen kurzen Fragebogen über Ihren Gesundheitszustand auszufüllen und werden Ihnen dann Blut abnehmen (ca.20ml = 2 Standardblutröhrchen). Wenn die Auswertung des Fragebogens ergeben sollte, dass bereits eine beginnende rheumatoide Arthritis vorliegt, werden wir Ihnen eine spezielle rheumatologische Untersuchung vorschlagen um Ihre Symptome abzuklären.
In der Folge werden Sie einmal pro Jahr einen kurzen Fragenbogen über Ihren Gesundheitszustand erhalten, via Post oder Email. In der Auswertung der Fragenbogen achten wir darauf ob Sie Symptome, die auf eine Rheumatoide Arthritis hinweisen, angeben. Wenn dies der Fall sein sollte, werden wir Ihnen dabei behilflich sein, eine Konsultation bei einem Spezialisten zu organisieren, den Sie selbst wählen können. Wir bitten Sie um Erlaubnis, die Untersuchungsresultate einsehen zu können. Sollte innerhalb der Studiendauer von 5 Jahren die Diagnose eine Rheumatoiden Arthritis bei Ihnen gestellt werden, bitten wir Sie uns darüber zu informieren.
Die Blutentnahme ist ein Routinevorgang und beeinhaltet ein kleines Risiko eines lokalen Blutergusses (Hämatom) oder lokaler Schmerzen.
Wenn Sie teilnehmen, werden bei Ihnen genetische Marker und Autoantikörper bestimmt, die mit einem erhöhten Risiko für eine Rheumatoide Arthritis assoziiert sind. Die Resultate und Ihre Interpretation werden wir Ihnen mitteilen. Es besteht kein direkter Nutzen der Studie für Sie. Allerdings können unter Umständen die Testresultate dazu führen, dass bei Ihnen die Krankheit früher als sonst üblich diagnostiziert wird. Dies könnte ein Vorteil für Sie sein, da man dann auch eine Therapie sehr früh beginnen könnte.


Aus der Blutprobe werden einerseits die genetischen Marker PTPN22 und HLA bestimmt. Zusätzlich werden Rheumafaktor und Anti-CCP Antikörper bestimmt. Möglicherweise werden in der Zukunft weitere Marker für ein erhöhtes Erkrankungsrisiko gefunden. Wir möchten deshalb einen Teil der Blutprobe einfrieren für allfällige zukünftige Bestimmungen von Markern, die mit dem Risiko einer Rheumatoiden Arthritis verbunden sind.
Alle Daten zu Ihrer Person werden vertraulich behandelt. Das gewonnene Material wird mit einer Nummer identifiziert werden und die Zuordnung zu Ihrem Namen ist nur den Studienmitarbeitern bekannt (Anonymisierung). Im Rahmen ihrer Funktion können auch Mitglieder der Behörden (Ethikkommission, Gesundheitsbehörden) Einsicht in die medizinischen Daten nehmen.
Sobald die Analyseresultate vorliegen, werden wir sie Ihnen schriftlich mitteilen. Sollten die Tests positiv ausfallen (Vorhandensein eines Risikofaktors für eine Rheumatoide Arthritis), werden wir Ihnen eine Konsultation bei einem Studienrheumatologen vorschlagen, um das weitere Vorgehen festzulegen.
Sämtliche Laboruntersuchungen innerhalb der Studie sind für Sie gratis. Es wird aber auch keine Entschädigung für die Studienteilnahme ausbezahlt.
Es ist Ihnen freigestellt, ob Sie an dieser Studie teilnehmen wollen. Sie können auch jederzeit Ihre Einwilligung zurückziehen und Ihre Studienteilnahme abbrechen, ohne dafür Gründe angeben zu müssen. Ihre medizinische Betreuung wird dadurch nicht beeinflusst. Sie können jederzeit verlangen, dass Ihre aufbewahrten Blutproben vernichtet werden.
Sie sind während der Teilnahme an der Studie speziell versichert. Das Universitätsspital Zürich hat eine Versicherung abgeschlossen, die Ihnen Schäden, die Sie im Rahmen der Studie erleiden, ersetzt. Ihr Prüfarzt wird in diesem Fall die notwendigen Schritte einleiten.
Bei Fragen oder Unklarheiten, unerwarteten oder unerwünschten Ereignissen vor oder nach der Studie wenden Sie sich bitte an die Studienleitung:

Hôpitaux Universitaires de Genève: Service de Rhumatologie,
Avenue Beau-Séjour 26 / 1211 Genève 14
Tel: ++41 22-372-8113, Montags zwischen 8:00 et 17:00 Uhr
E-mail: arthritis-checkup@hcuge.ch

Inselspital: Universitätsklinik für Rheumatologie, Klinische Immunologie und Allergologie
Inselspital / 3010 Bern
Tel. ++41-31-632-3155

Rheumaklinik Unispital Zürich
Gloriastrasse 25 / 8091 Zürich
Tel: ++41-44-255-4650

Kantonsspital St. Gallen: Rheumatologie
Tel. ++41-714-94-1134 / Fax ++41-714-94-6311

Centre hospitalier universitaire vaudois: Service du rhumatologie médicine physique et réhabilitation
Av. Pierre Decker 4 / 1011 Lausanne
Tel. ++41-21-314-1482

Felix Platter Spital: Rheumatologische Universitätsklinik
Burgfelderstrasse 101 / 4012 Basel
Tel: 061 3264222

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